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Heute war es soweit: nach einer Messe in der Heilig Geist Kirche Bramsche verabschiedeten wir den Weltenbummler Christoph Andres.
Vor etwas mehr als einem Jahr lernte ich Christoph kennen. Er kam bei uns in den Fahrradladen (2rad Kluger Osnabrück) und sagt “Ich brauche ein Fahrrad für eine Weltreise! Ich will 5 Jahre unterwegs sein und alle Kontinente dieser Erde besuchen”. Ups dachte ich im ersten Moment. Das Kerlchen hat da aber was vor Face-surprise in Verabschiedung eines Weltenbummlers . Wir verstanden uns von der ersten Minute und waren sofort auf einer Wellenline. Christoph wurde von uns vermessen und dann wurde in Handarbeit in Bielefeld ein Fahrradrahmen bei Patria gelötet aus dem schönen Material Stahl. Als Schaltung wurde eine 14 Gang Nabenschaltung von Rohloff gewählt die ebenfalls in Handarbeit in Kassel gebaut wird. Nach 6 Wochen war es dann soweit: Christoph bekam sein neues Fahrrad. Er und sein Fahrrad waren sofort Eins. Im Februar 2012 hatte Christoph dann schon nach nicht einmal 1 Jahr über 11.000 km mit dem Rad gefahren.
In der Zwischenzeit hat er sein Haus verkauft und ist Ende Februar 2012 in Rente gegangen.
Irgendwann erzählte mir Christoph das 2007 seine Frau an Krebs gestorben ist und das es eigentlich ein Traum von Beiden war im Alter die Welt zu bereisen und so ist die Idee mit der Weltreise mit dem Fahrrad entstanden.
Letzte Wochen haben wir dann noch gemeinsam an seinem Fahrrad neue Reifen, Kette und Zahnkränze montiert und ich habe ihm noch ein paar Kniffe gezeigt. Und wir haben uns verabredet wenn Kette und Zahnräder wieder verschlissen sind (ca. in 12 -15t km) dass wir uns treffen und wir das gemeinsam egal wo auf der Welt tauschen und dann ein paar Tage zusammen fahren werden. Es könnte sein das dieses in Marokko sein wird.
Heute war es dann soweit: Christoph wurde in der Heilig Geist Kirche verabschiedet. Es wurde ein Gottesdienst gefeiert (die Kirche ist normal nur so voll wenn Weihnachten ist) und anschließend wurde im Gemeindehaus gefeiert.
Jetzt geht es erstmal Richtung Polen weiter über Estland, Finnland, Nordkap, Norwegen, England, Lourdes in Frankreich, über den Jakobsweg in Spanien weiter nach Portugal. In Gibralta will Christoph sich dann je nach politischer Lage entscheiden ob es nach Nordafrika oder Nordamerika geht.

Seine Tour kann man verfolgen auf seiner Webseite www.andres-worldcycler.de es ist auch ein Spendenkonto für die Krebshilfe eingerichtet worden. Mehr Infos auch auf der Webseite.

Christoph wird am Montag 63 Jahre alt.

Hier noch ein Interview welches ich mit ihm geführt habe

Radurlaub auf Mallorca

Anfang März war es wieder soweit, es ging mal wieder auf unsere Lieblingsinsel Mallorca auf unsere kleine Finca die wir immer mieten. Natürlich war auch mein Fahrrad dabei. Bei herrlichem Frühlingswetter und wunderschöner Mandelblüte habe ich einige tolle Radtouren gemacht. Soviel Glück mit dem Wetter hatten wir um diese Jahreszeit noch nie, immer so um die 22Grad und kein Wölkchen am Himmel. Ein Highlight war wie immer der “Tag der Balearen” der in Palma am 1.März groß gefeiert wird.

Hier ein kleines Video von der Straßenband “Los Primos” welches ich am “Tag der Balearen” gedreht habe.

Im Sommer 2012 werde ich meine nächste größere Radtour machen und mit dem Fahrrad nach Kopenhagen fahren, als vorbereitung für eine größere Tour die ich mit einen befreundeten Weltenbummler im Winter 12/13 plane.

sehr frisch ;-)

Langsam wird es doch recht frisch morgens aber ich bin immer noch fleißig unterwegs per Fahrrad. Habe vor kurzem die 3000 km geknackt und bin nun bei 3136 km, für mich verdammt viel und schon über 1000 km mehr als im letzten Jahr. Gestern ist eine Freundin von uns nach Panama geflogen um von dort aus Südamerika auf der Panamericana zu erkunden (da kribbelts bei mir) . Ute komm heile wieder, wir freuen auf ein Wiedersehn im Februar wenn Du wieder da bist.
Um meine Radreiselust etwas zu befriedigen geht es Ende Feburar auf unsere geliebte Finca nach Mallorca für 8 Tage und das Fahrrad kommt auch wieder mit. Es waren doch sehr schöne Touren die ich dort im Oktober 2010 gefahren bin. Hier noch einige schöne Bilder die ich unterwegs per Fahrrad aufgenommen habe.

Heute war es soweit: ich bin die erste Etappe auf dem Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela gefahren. Es ging von Osnabrück durch das schöne Natruperholz zum Rubbenbruchsee. Entlang des Sees ging es durch einen weiteren Wald weiter nach Osnabrück-Hellern von wo es weiter auf schmalen und autofreien Wegen vorbei an Bauernhöfen nach Hasbergen ging.

257 320x240 K-jakobsweg-7047 in Auf dem Jakobsweg von Osnabrück nach Lengerich

Nach Hasbergen kamen die ersten Steigungen und es ging den Teutoburgerwald hoch. Vorbei an der schönen Mühle von Natrup-Hagen ging es nach Leede. Am Ortseingang von Leede stand ein schöner Jakobswegstein. Im Ort selber ist das “Stifte Leede” die Stiftskirche war offen, wirkte für mich etwas kalt und den Stempel den es dort für den Pilgerausweis geben sollte gab es leider auch nicht. Es ging nun weiter auf den Teutoburgerwald hoch, genau gesagt den Fangberg, der Waldpfad war steil und schmal und etwas schwierig zu fahren. Unter mir (im Berg) war der längste Eisenbahntunnel Norddeutschlands. Nach dem Fangberg ging es endlich bergab nach Lengerich. Von Osnabrück waren es bis jetzt 27km (bei 30Grad) und einige Steigungen die es zu überwinden gab. Vom Lengericher Bahnhof ging es zurück zum Hauptbahnhof Osnabrück von wo ich meine Tour fortsetzte um entlang des neuen Haseuferweg durch die Stadt nachhause zufahren.

265 320x240 K-jakobsweg-7062 in Auf dem Jakobsweg von Osnabrück nach Lengerich

Von Osnabrück HBF nach Rulle waren das dann nochmal 14 km. Wobei ich auf dem Rückweg ab Ortsausgang auch wieder auf dem Jakobsweg gefahren bin. Wohne ja direkt am Jakobsweg. Meine nächste Etappe werde ich dann in Lengerich starten von wo es weiter geht nach Münster.

Die Strecke zum downloaden und Höhenprofil findet Ihr hier:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=qzilwflbxpqcosog

Am Samstag dem 20. August nahmen ich an der zweiten Ausgabe von Deutschlands erstem klimaneutralem Musikfestival, dam Artland Bicycle Music Festival, teil. Um 11.30 Uhr traf ich mich mit 100 Fahrradfreunden vor dem Bahnhof Quakenbrück zu einer Fahrradtour. Es ging zur ersten Station, dem Marktplatz von Quakenbrück, wo erstmal 3 Bands Musik machten. Der Strom für die Verstärker und Lautsprecher wurde von 4 Fahrrädern erzeugt, es wurden immer wieder Teilnehmer zur Stromerzeugung gesucht. Weiter ging es an der Hase entlang zum Festivalgelände. Unterwegs wurde immer wieder Musik gemacht, unter anderem in einem Waldstück mit Fäßern und alten Töpfen. Auf dem Festivalgelände wurde erst lecker gerillt bevor wieder klimaneutral Musik gemacht wurde. Es spielten unter anderem: Taiga aus Osnabrück die uns besonders gut gefallen haben, Tina von Garrel, Fake and Sensible und Artland Country Club. Es war wirklich für mich der perfekte Tag und ich freue mich auf nächstes Jahr ich werde den Termin dann hier bekannt geben, vielleicht hat der ein oder andere dann mit zu radeln. Habe damit Ihr Lust bekommt unten mal mein Film angehangen. Viel Spass Euch

Und hier meine Bilder

8 Wochen vorbei

Nun bin ich schon wieder ein paar Tage zuhause. Habe meine Gedanken zum Jakobsweg sortiert und ein schönes Fotobuch gemacht. Es war eine tolle Reise, nicht immer einfach aber total schön. Meine nächste größere Radtour ist auch schon geplant: es geht für mich am 27. Feb. für 1 Woche zum Radfahren auf die schöne Insel Mallorca.

Ich habe aus meinen schönsten Bildern vom Camino eine Diashow gemacht die könnt Ihr Euch hier anschauen.

Heute morgen traf ich mich nochmal mit Betty zum Frühstücken, es gab Boccadillo mit Seranoschinken und Spiegelei. Anschließend besuchten wir nochmal den Markt und ich kaufte noch leckere Salmi. Jetzt hieß es langsam abschied nehmen von Betty und dieser tollen Stadt. Santiago hat mir sehr gefallen, viele Menschen aus aller Welt geben dieser Stadt das Besondere. Betty bekam dann noch mein Zimmer in der Pilger WG. Santiago war sehr sehr voll und Betty musste am Vortag zurück in die Pilgerherberge. Für mich ging es zum Fahrradladen Velocepedia die mein Fahrrad reisefertig gemacht haben. Weiter ging es zum Flughafen von Santiago wo ich eine Gruppe Radfahrer aus Stuttgart kennenlernte. Im Gate wurde angezeigt das der Flug nach Mallorca 45 min Verspätung hat, naja hatte ja 3 Stunden Zeit zum umsteigen. Nachdem ich meinen Sitzplatz eingenommen hatte kam ein Mann ins Flugzeug der sagte ” Seien sie froh das ich heute nicht das Flugzeug fliege” er setzte sich und tuschelte mit der Stewardesse und stand auf und ging mit dem Piloten nochmal vor die Tür, der Mann kommt wieder rein und sagt” Ich wollte mich von euch verabschieden und den nächsten Flieger nehmen” . Der Pilot machte eine Durchsage “Wie sie sicherlich mitbekommen haben haben wir einen Betrunkenen an Bord den wir den Flug verwährt haben, unser Abflug wird sich noch etwas verzögern da wir noch das Gepäck von dem Herren ausladen müssen” na toll dachte ich. Was ich auf dem Flug auch nicht so toll fand ist das viele Pilger ihre großen Rucksäcke als Handgepäck mit im Flugzeug hatten. Um 20 Uhr sind wir auf Mallorca gelandet und ich habe die Sicht aufs Tramuntana Gebirge genossen. Um 21:10 war dann Boarding für den Flug nach Münster/Osnabrück. Um 21:30 Uhr saßen alle im Flieger und es hätte eigentlich Richtung Startbahn gehen können (Abflug war ja um 21:40 Uhr) es passierte aber nichts, alles wurde ungeduldig. Es kam die Durchsage ” Wenn ein Herr Michael B. am Bord ist möge er bitte die Servietaste übersich drücken”. Michael B. war natürlich nicht an Bord, also hieß es wieder Taschen ausspacken und Taschen von Michael B. suchen. Mit 20 min Verspätung ging es nach Hause. Angekommen am FMO nahm ich Daria überglücklich in den Arm.

der 10. Tag Santiago

Heute morgen hieß es früh aufstehen. Betty, eine Fußpilgerin die ich aus meinem Jakobswegforum kenne, kam heute morgen in Santiago an. Wir hatten uns schon in Palas de Rei getroffen. Betty ist in SJPDP gestartet und fast den gesamten Weg von der französch/spanischen Grenze zu fuß gelaufen. Ein tolles Gefühl sie auf ihren letzen Metern bis zur Kathedrale zu begleiten. Nachdem Betty im Pilgerbüro ihre Compostela abgeholt hat sind wir erstmal ausgiebig Frühstücken gegangen. Dann haben wir sämtliche “Geschäftle” in Santiago gestürmt und nochmal die Messe besucht. Betty hatte anschließend Heißhunger auf etwas Herzhaftes, gab ja 6 Wochen nichts Ordentliches, also sind wir zu Burger King gegangen. Wir haben sehr viel Leute getroffen die Betty unterwegs getroffen hatte. Das war ein toller Tag.

der 9. Tag Santiago

Morgens besuchte ich erstmal den Markt. Ich liebe spanische Märkte. Auf dem Markt in Santiago gab es viel frisches Obst, Käse, Wurstwaren, Muscheln und Fisch. Der Markt war herrlich, die Atmosphäre war toll.

166 320x240 Markt in der 9. Tag Santiago

Nachdem ich meine Einkäufe auf dem Zimmer verstaut hatte (Käse, galicischen Schinken und Honig)  habe ich die Messe ich der Kathedrale von Santiago besucht. Ich bin jetzt nicht so der Kirchgänger und auch nicht ein sehr religös eingestellter Mensch, aber so eine Messe habe noch nie erlebt. Die Kathedrale hatte einen Klang und eine Nonne sang wie man es nicht  beschreiben kann. Zum Abschluß des Gottesdienstes wurde der Botafumeiro an einem 30 m langen Seil geschwenkt, dabei handelt es sich um ein 1,60m großes Weihrauchfaß.

Nach der Messe war in Santigo erstmal Siesta bis um 16:30 Uhr, das heißt alle “Geschäftle” haben zu. Nach der Siesta bin ich durch die Altstadt geschlendert, habe “Geschäftle” geschaut und geshoppt. Heute abend habe ich mich dann entschlossen meine Reise in Santiago zu beenden. Mein linkes Knie macht mir immer mehr Probleme. Ich hätte es körperlich nicht bis Finisterra geschafft und eine ganz Woche in Santiago wollte ich auch nicht verbringen. Bin viel schneller hier angekommen als gedacht.  Ich habe mir aber vorgenommen weiter abzunehmen und in 2 Jahren entweder per Fahrrad oder zu Fuß wieder zu kommen. Am Samstag werde ich über Mallorca nach Hause fliegen.

Heute morgen bin ich um 5:18 Uhr von dem Wecker der Zimmernachbarn geweckt worden (Deutsche halt mal wieder). Die machten sich dann mit 2x Duschen 1 Stunde lang caminofertig. Die Nacht war dann leider vorbei. Das Hostal war mit abstand das Beste was ich hatte. Es war direkt am Camino, durch mein Fenster konnte ich den Weg sehen. Habe mal gezählt, es waren 30 Pilger in der Minute. Ich bin dann mal wieder um 8 Uhr gestartet was im nachhinein viel zu früh war (hatte ja mein Bett schon). Es war richtig kalt morgens, 9 Grad und es nieselte. Es ging dann die letzten 20 km wieder rauf und runter und leider wieder an der sehr viel befahrenen “N547″. Nach Santiago rein war schon ein tolles Gefühl.

164 320x240 K-img 5342 in der 8. Tag O-Pino nach Santiago

Die letzten Kilometer ging es durch die Altstadt und anschließend ein Treppe runter vorbei an einem galicischen Gaitaspieler und ich stand auf dem Platz vor der Kathedrale. Ein tolles Gefühl aber es war noch nichts los. Es war 10 Uhr. Weiter ging es zum Pilgerbüro die Compostela abholen. Hatte so ca. 10 Leute vor mir, es war wie auf dem Straßenverkehrsamt mit Nummer und Schalternummer wo man dann hin muss. Dann habe ich mein Zimmer bezogen in einer Art Pilger WG mitten in der Altstadt. Nachmittags habe ich erstmal Santiago erkundet. Schöne Stadt, geht hier viel rauf und runter darum nur langsam. Merke ganz schön mein Knie. Nachmittags auf dem Platz vor der Kathedrale war richtig was los. Die Pilger vielen sich in die Arme. Viele trafen sich wieder. Habe auch die Kathedrale besichtigt. Tolles Bauwerk und obwohl ich nicht so der religiöse bin aber es dazugehört habe ich dem heilgen Jakobus auf die Schulter geklopft. Der steht am Ende der Kirche über dem Altar. Man geht in einen kleinen Raum aus purem Gold. Santiago gefällt mir, werde mich morgen mal treiben lassen.

165 320x240 K-img 5345 in der 8. Tag O-Pino nach Santiago

Das waren heute 21km mit 330 Höhenmeter, ich habe 1:58 Fahrrzeit gehabt.

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